Eine Caritas Mitarbeiterin im Beratungsgespräch mit einer alleinerziehenden Mutter.

Entlastung für deinen Nächsten

Das Familienleben ist meist erfüllend und schön – kann aber auch sehr herausfordernd sein. Es muss nicht immer ein Unfall oder eine Erkrankung sein, die zu einer Überlastung führen. Oft sind es die alltäglichen Anforderungen, die Familien an ihre Grenzen bringen: Kommunikationsprobleme, die Pflege von Angehörigen oder die Betreuung eines Verwandten mit Demenz.

Die Caritas Tirol bietet für all diese Situationen gezielte Unterstützung. Pflegende Angehörige können an Treffen teilnehmen, Beratungen in Anspruch nehmen und Entlastungsangebote nutzen, um neue Kraft zu schöpfen. Auch Familien, die einfach einmal durchschnaufen müssen, finden Hilfe.

Im konkreten Fall unterstützt zudem die sozialpädagogische Familienhilfe, die bei Bedarf über die Kinder- und Jugendhilfe aktiviert wird. So sorgt die Caritas dafür, dass Familien entlastet werden und gestärkt ihren Alltag bewältigen können.

  • 1.424 Stunden waren Freiwillige der Fachstelle für pflegende Angehörige bei Begleit- und Besuchsdiensten im Einsatz.

  • 487 Beratungen fanden in den Demenz-Servicezentren in Innsbruck, Imst und Uderns statt.

  • 242 Kinder betreuten die Mitarbeiter*innen der Sozialpädagogischen Familienhilfe im Auftrag der Kinder- und Jugendhilfe.

  • 279 Familien und ihre Kinder erhielten Entlastung durch die Mitarbeiter*innen der Caritas Familienhilfe.

Schritt für Schritt fand Anja zurück ins Leben und zu sich selbst.

Zurück ins Leben

Früher war Anja* ein fröhliches und offenes Mädchen. Sie wurde durch die Corona-Pandemie und die monatelange Isolation völlig aus dem Gleichgewicht gebracht. Die psychische und körperliche Belastung war so groß, dass sie keinen Schritt mehr allein vor die Haustüre setzen konnte. Die Welt draußen machte ihr Angst. Doch Anja blieb nicht allein.

Durch eine intensive, wertschätzende Zusammenarbeit ihrer Familie, der Kinder- und Jugendpsychiatrie, der Kinder- und Jugendhilfe und der Sozialpädagogischen Familienhilfe der Caritas Tirol (SFH) begann sich langsam ein neuer Weg zu öffnen. Schritt für Schritt, getragen von Vertrauen, Geduld und positiver Bestärkung, fand Anja zurück ins Leben und zu sich selbst.

Heute blickt sie wieder nach vorne. Mit Offenheit, neuer Fröhlichkeit – und einem klaren Traum: Anja möchte Kosmetikerin werden und ihr Leben selbst gestalten. „Ich bin froh, dass ich die Unterstützung der SFH hatte“, sagt Anja. „Die Mitarbeiterinnen der Caritas gaben mir immer wieder durch ihre Fröhlichkeit und ihr Dasein, die Motivation, an mir weiterzuarbeiten, um mich frei und glücklich zu fühlen.“

Anjas Geschichte zeigt: Wenn Menschen Unterstützung bekommen, kann selbst aus der tiefsten Krise neue Hoffnung wachsen.

* Zum Schutz der Identität des Kindes wurde der Name geändert.