Langfristige Entwicklungszusammenarbeit
Die Auslandshilfe der Caritas Tirol unterstützt Menschen weltweit in schwierigen Lebenslagen – sowohl durch langfristige Entwicklungsprojekte als auch durch schnelle Nothilfe. Im Mittelpunkt stehen drei zentrale Bereiche: Ernährungssicherung, Kinder & Bildung sowie Katastrophenhilfe.
Gemeinsam mit den Menschen vor Ort und erfahrenen Partnerorganisationen entwickelt die Caritas Tirol Lösungen, die langfristig wirken. Jede Maßnahme verfolgt das Ziel, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten, damit Familien, Gemeinden und ganze Regionen Schritt für Schritt unabhängiger und widerstandsfähiger werden.
Um wirksame und verlässliche Hilfe zu leisten, richtet die Auslandshilfe ihren Schwerpunkt auf vier Partnerländer: Armenien, Rumänien, Burkina Faso und Mali. In diesen Ländern werden Projekte umgesetzt, die echte Perspektiven schaffen und Menschen in herausfordernden Lebenssituationen nachhaltig stärken. Auf diese Weise erhielten im Jahr 2025 über 121.000 Menschen in den vier Partnerländern Unterstützung.
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800 Familien in Burkina Faso erhielten Lebensmittelpakete für eine ausreichende und ausgewogene Ernährung.
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313 Kleinkinder in Ernährungszentren in Mali wurden von Caritas-Mitarbeiter*innen gemessen, gewogen und erhielten Aufbaunahrung.
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466 Kinder in Rumänien und Armenien wurden in außerschulischen Bildungsangeboten betreut.
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1.248 Frauen in Mali erhielten jeweils einen Hektar Land zur landwirtschaftlichen Nutzung.
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190 Kindergartenkinder in Armenien bekamen drei Mal täglich eine gesunde Mahlzeit.
Eine Fischzuchtanlage verändert die Lebenssituation ganzer Familien in Burkina Faso nachhaltig.
Frauen stärken in Westafrika
Florence aus Santéna, einem Ort nördlich der Hauptstadt Burkina Fasos, hat es geschafft. Wie? Mit der Hilfe von Fischen – genauer gesagt deren Aufzucht. Die Idee ist so einfach wie genial: Frauen werden in Fischzucht geschult und mit allem ausgestattet, was sie für den Start brauchen. In einer neu errichteten Fischzuchtanlage ziehen sie Fische heran, die nicht nur die Eiweißversorgung im Dorf sichern, sondern auch eine wirtschaftliche Grundlage schaffen. Zugleich sammeln sie das nährstoffreiche Wasser aus den Zucht-Teichen in Auffangbecken und nützen es für die Bewässerung von Gemüsegärten. So wächst nicht nur gesunde Nahrung, sondern auch eine weitere neue Perspektive für die Frauen.
Mit den Einnahmen aus Fisch- und Gemüseverkauf verdienen Florence und die anderen Frauen eigenes Geld. Dieses investieren sie vor allem in die Bildung ihrer Kinder und in die Gesundheit ihrer Angehörigen. Eine Fischzuchtanlage verändert so die Lebenssituation ganzer Familien nachhaltig.
Unterstützt werden Florence und viele andere Frauen im Rahmen des SAGES-Programms der Caritas, gefördert von der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit. In Santéna zeigt sich eindrucksvoll, wie wirkungsvoll diese Hilfe sein kann.
Doch Florence und ihre Frauen-Gruppe sind nur ein Beispiel. Das SAGES-Programm richtet sich gezielt an Frauen in der Landwirtschaft in der Sahelzone – konkret in Burkina Faso, Mali und Senegal. Rund 8.300 Frauen erhalten Unterstützung beim Zugang zu Ressourcen, beim Erwerb von Land, bei der Vermarktung ihrer Produkte sowie rechtliche Beratung. Sie werden in nachhaltiger Landwirtschaft geschult, lernen Strategien zur Klimaanpassung kennen und erhalten Schulungen zu Ernährung und Hygiene.