Gesellschaftliche Teilhabe

Die Caritas Tirol setzt sich dafür ein, dass Menschen mit Behinderungen selbstverständlich am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Jeder Mensch soll die Möglichkeit haben, seine Fähigkeiten einzubringen, Beziehungen zu leben und den Alltag aktiv mitzugestalten.

Mit den Angeboten der Tagesstätte im Caritas-Zentrum Zillertal sowie der familiären Wohnumgebung in der WG Zams schafft die Caritas Orte der Begegnung, der Förderung und des Miteinanders. Hier stehen die Menschen mit ihren individuellen Bedürfnissen, Stärken und Interessen im Mittelpunkt.

Die Angebote sind gezielt auf die Klient*innen, Bewohner*innen und Nutzer*innen abgestimmt. Sie unterstützen dabei, persönliche Fähigkeiten zu entdecken, weiterzuentwickeln und möglichst selbstbestimmt zu leben.

  • 9 Erwachsene mit intellektueller und körperlicher Beeinträchtigung leben in der Wohngemeinschaft Zams.

  • 13 Betreuer*innen begleiten im Turnusdienst die neun Bewohner*innen in der Wohngemeinschaft.

  • 22 Erwachsene zwischen 20 und 71 Jahren besuchten die Tagesstätte im Caritas-Zentrum-Zillertal.

  • In 3 Gruppen erleben sie Gemeinschaft und werden in ihrer Lebensgestaltung unterstützt.

Drinnen herrscht eine ganz eigene Welt. Das Team der Betreuer*innen kennt viele der Bewohner*innen seit Jahren, manche sogar seit Jahrzehnten.

Vom Pfarrheim zum Zuhause

Wer das ehemalige Pfarrheim im Herzen von Zams betritt, spürt sofort: Hier wird gelebt. Neugierige Blicke, freundliche Hände, ein herzliches „Hallo“ – die Bewohner*innen der Wohngemeinschaft Zams heißen jeden willkommen. Neun Menschen mit schweren körperlichen und geistigen Behinderungen haben hier ihr Zuhause gefunden. Ein Zuhause, das mehr ist als vier Wände: Es ist ein Ort der Wärme, der Gemeinschaft und der Selbstbestimmung.

Die WG liegt direkt an der Bundesstraße, doch drinnen herrscht eine ganz eigene Welt. Es wird gekocht, gespielt, gemalt, trainiert – und gelacht. Das Team der Betreuer*innen kennt viele der Bewohner*innen seit Jahren, manche sogar seit Jahrzehnten. Der Umgang ist herzlich, fast freundschaftlich. Hier zählt nicht die Einschränkung, sondern der Mensch. Immer wieder kommen Physiotherapeutinnen vorbei, um mit den Bewohner*innen an deren Mobilität zu arbeiten.

Vor einigen Jahren wurde die WG um einen besonderen Raum erweitert: den „Hildegarden“. Ein heller Wintergarten, entworfen nach den Bedürfnissen der Bewohner*innen. Hier ist Platz für Bewegung, für Spiele, für den Vormittagskaffee, der im Sonnenlicht besonders gut schmeckt. Der Name erinnert an Hildegard, eine ehemalige Bewohnerin, deren Nachlass in die Erweiterung geflossen ist. Auch der Garten wurde im Zuge des Umbaus neu gestaltet – mit rollstuhlgerechten Wegen und Hochbeeten, die gemeinsam bepflanzt werden. Ein Stück Natur, das für alle zugänglich ist.

Die WG Zams ist mehr als eine Einrichtung. Sie ist ein Zuhause mitten im Dorf, ein Ort, an dem Menschen mit Behinderungen nicht am Rand stehen, sondern Teil der Gemeinschaft sind. Hier wird das Selbstwertgefühl gestärkt, Selbstständigkeit gefördert und Eigenverantwortung gelebt – alles in einer familiären Atmosphäre. Ausflüge in die Region, gemeinsame Aktivitäten und das große Miteinander machen den Alltag bunt und lebendig.

Wer die WG Zams und den Hildegarden betritt, sieht nicht nur Licht und Raum. Er sieht, dass jeder Mensch – unabhängig von seinen Fähigkeiten – ein Leben in Würde, Nähe und Freude führen kann. Die WG Zams zeigt: Mit Zuwendung, Kreativität und Gemeinschaft ist das möglich. Und genau das macht diesen Ort so besonders.